Diagnose

DiagnoseWir alle kennen das: Man fühlt sich ein wenig schlapp, hat zu gar nichts mehr Lust und hat keinen Antrieb mehr. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Allerdings sollte so ein Zustand nicht länger andauern. Fühlt man sich länger als zwei Wochen niedergeschlagen, so sollte man unbedingt seinen Hausarzt aufsuchen. Dieser kennt seine Patienten und entscheidet dann, wie es weiter geht. In der Regel wird einem eine psychologische Behandlung nahe gelegt.

Wie werden Depressionen diagnostiziert?

Die Diagnostik einer depressiven Störung erfolgt in einem sehr ausführlichen Gespräch mit einem Arzt. Dieser kann sowohl der Allgemeinmediziner, als auch der Hausarzt sein. Hierbei dienen unterschiedliche, wissenschaftlich als aussagekräftig bewiesene Fragebögen als Leitfaden der befragung. Anhand des Gespräches kann diagnostiziert werden, ob und wie stark jemand an einer Depression erkrankt ist, vorausgesetzt die Fragen werden alle wahrheitsgemäß beantwortet. Die Vertrauensbasis spielt hierbei eine große Rolle.

Zusätzlich zu den Gesprächen kann der Arzt mit einer körperlichen Untersuchung oder mit Zusatz-Diagnostik, wie zum Beispiel Bluttests oder apparativen Verfahren organische Ursachen ausschließen.

Was überprüft der Arzt alles?

Im psychiatrisch-psychotherapeutischen Gespräch wird eine Art Interview durchgeführt. Hier können alle Beschwerden des Patienten geäußert werden. Die Anamnese, also die Krankheitsgeschichte der Patienten spielt hierbei eine große Rolle. An dieser Stelle werden vom Arzt gezielte Fragen gestellt, um die Informationen strukturieren zu können.

Bei der körperlichen Untersuchung werden neurologische und internistische Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob die depressive Störung eine körperliche Ursache hat. Dies kann durchaus der Fall sein, und ist bei frühzeitiger Erkennung meist behandelbar.

Zusätzliche Diagnostikverfahren, beispielsweise Computertomografie oder auch Kernspintomografie können feststellen, wie weit eine Krankheit bereits fortgeschritten ist oder welche Ursachen dafür verantwortlich sein könnten.

Wie diagnostiziert der Arzt die Stärke der Depressionen?

Zunächst unterscheidet man zwischen leichten, mittelschweren und schweren Depressionen. Für alle drei Formen gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden. Aus diesem Grund ist es wichtig, möglichst alle Informationen an den Arzt weiterzugeben, damit festgestellt werden kann, wie stark das Leiden ist.

Wie stark eine Depression ist, hängt von der Anzahl der Symptome ab, die der Patient aufweist. Depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude und verminderter Antrieb sind die Kernsymptome. Weitere Nebensymptome sind Schlafstörungen, verminderte Aufmerksamkeit, Appetit- und Gewichtsverlust oder auch Suizidgedanken. Je nach dem, wie viele Kern- und Nebensymptome jemand aufweist, wird die Stärke der Depression erkennbar.

Was machen ich, wenn ich die Diagnose Depression erhalte?

Sollten Sie einige der Symptome länger als zwei Wochen aufweisen, ist es unbedingt empfehlenswert den Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Dieser wird Sie bei der weiteren Behandlungsplanung unterstützen. Auch wenn Sie die Diagnose Depressionen erhalten, sollten Sie nicht verzweifeln. Der Besuch beim Arzt ist der erste Schritt auf dem Weg, Ihr Leid zu lindern.

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