Entwicklung von Depressionen

Entwicklung von Depressionen in den vergangenen JahrenDie Entwicklung depressiver Erkrankungen hat in den letzten Jahren alarmierende Ausmaße angenommen. Obwohl kaum jemand darüber spricht, sind Depressionen heute fast schon an der Tagesordnung. Anders als bei einer sichtbaren Erkrankung wie einer Grippe oder einem gebrochenen Fuß ist das seelische Leid von außen kaum zu erkennen. Vielmehr verstecken viele Betroffene ihre Depression aus Angst vor Verurteilung und dem Gefühl von Schwäche.

Depressionen zeigen alarmierende Zahlen!

Wer sich heute Statistiken psychischer Erkrankungen ansieht, dem wird vor allem Eines klar: Depressionen sind längst keine Seltenheit mehr. Innerhalb von elf Jahren haben Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen um mehr als 50 Prozent zugenommen! Allein depressive Symptome betragen rund 26 Prozent in Deutschland. Dem folgt eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit der Betroffenen von ca. 35 Tagen pro Jahr. Dennoch geht ein großer Teil mit depressiven Verstimmungen, Angststörungen oder Depressionen zur Arbeit. Leicht macht es die Situation auf keinen Fall. Im Gegenteil. Betroffene entwickeln im Laufe der Zeit sogar Verhaltensmuster, um sich mit der Situation zu arrangieren. Leider hilft dieses Arrangement nicht zur einer Besserung, statt dessen werden Medikamente eingenommen, die oft nur eine Systemunterdrückung statt einer tatsächlichen Heilung erzeugen. Die Folge: Abhängigkeit von Antidepressiva.

Warum nehmen depressive Erkrankungen extrem zu?

Die Gründe für Depressionen sind vielschichtig und dennoch in einem Punkt vereint: Die Sprachlosigkeit, die in seelische Einsamkeit führt. Als Ursache kann dauerhafte Überforderung gegeben sein. Hier sind Frauen und Männer gleichermaßen gefragt: Die Anforderungen im Arbeitsalltag und als Eltern eines oder mehrerer Kinder. Wer hier versagt, verliert entweder den Arbeitsplatz oder wird als “schlechte Mutter” abgestempelt. Die Gesellschaft ist schnell in der Verurteilung von Menschen, die Einsamkeit nach sich ziehen kann. Selbst wenn es “nur” seelische Einsamkeit ist, weil kein Verständnis für die eigene Situation vom Gesprächspartner entsteht. Die gesellschaftliche Anerkennung ist wichtig und verständlicher Weise möchte diese niemand vermissen.

Gleichwertig wiegt die Angst vor wirtschaftlicher Abhängigkeit, sprich dem Verlust der Arbeit und des Einkommens. Ist erst einmal ein Kredit für Haus und Auto aufgenommen, entsteht durch die monatlichen Raten innerer Druck. Schnell laufen die Dinge aus dem Lot, und selbst wenn das Familienleben geradeaus nach vorn führt, leben Partner oft allein in ihren Depressionen.

Der offene Umgang mit Depressionen fehlt

Die Leistungsgesellschaft verlangt Leistung. Wer aufgrund von Depressionen dazu temporär nicht fähig ist, wird schnell als “nicht richtig im Kopf” abgestempelt. Es fehlt vor allem an Wissen und Verständnis für eine nicht sichtbare, aber dennoch ernstzunehmende Krankheit.

Der erste Schritt geht nach vorn!

Auch wenn es Ihnen noch so schwerfällt: Sprechen Sie mit einem vertrauensvollen Menschen. Dies muss nicht immer der Lebenspartner sein, auch ein wirklich guter Freund kann inmitten der Depression zur Seite stehen. Direkt danach muss der Gang zu einem Therapeuten erfolgen. Denn die Schwere einer Depression kann dauerhaft nicht von Freunden getragen werden. Ein Therapeut stellt eine neutrale Figur dar, mit der Sie all die bedrückenden Probleme besprechen können und sollen.

Mit Ihrem Umfeld sollten Sie stattdessen die glücklichen Augenblicke teilen. Schaffen Sie sich Glücksmomente. Beobachten Sie die Natur, lassen Sie sich von ihren Reizen berühren. Denn mit der Sensibilisierung Ihrer Emotionen lässt sich die dunkle Tür ihrer Depressionen öffnen.

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