Prävention

PräventionDepressionen sind eine Erkrankung, die den Menschen häufig ein Leben lang begleiten. Heute inzwischen gut therapierbar, ist aber die Prävention sehr wichtig, um Rückfälle innerhalb der Depression zu vermeiden oder zumindest im Ausmaß gering zu halten. Präventionsmaßnahmen oder auch vorbeugende Maßnahmen, um die Depression nicht wieder komplett ausbrechen zu lassen, gibt es einige. Nachfolgend einige Maßnahmen, die neuen Depressionsschüben vorbauen können.

1. Die Krankheit akzeptieren

Perfektionismus ist heute ein großes Wort geworden. Jeder möchte alles können, nirgendwo vermeintlich versagen. Die Depression gilt aber auch heute noch als eine Form des Versagens. Wer die Krankheit akzeptiert und sich deshalb nicht als Versager fühlt, hat schon viel für die Prävention getan. Eine Depression ist eine Krankheit wie jede andere auch, die man sich nicht selbst ausgesucht hat. Selbstmitleid hilft bei der Genesung nicht weiter. Nur die Akzeptanz und das Einsehen etwas ändern zu müssen, sind der erste Schritt um Depressionen zu überwinden.

2. Sich selbst vor Überforderung schützen

Stabile Tagesstrukturen helfen, dass der Alltag besser bewältigt wird. Regelmäßige Aufsteh- und Essenszeiten verleihen dem Leben eine Struktur, die gerade innerhalb der Depression sehr wichtig ist. Bestehen Schlafprobleme, kann der schriftlich fixierte Tagesplan sogar hilfreiche Prävention sein, die auch wieder zu besserem Schlaf führt.

Nach der Depression heißt es weiterhin, in den Körper hinein zu hören. Auch wenn die Depression überstanden scheint, bringt es nichts wieder in die alten Lebensweisen zurückzufallen, sich jeglichem Druck und jeglicher Belastung auszusetzen und sich selbst zu vergessen. Ruhezeiten sind auch jetzt noch enorm wichtig und schützen vor einem Rückfall. Auch die Umstellung auf eine gesündere und aktivere Lebensweise trägt zu einem besseren Lebensgefühl bei.

3. Soziale Kontakte pflegen

Eine wichtige Maßnahme innerhalb der Prävention bei Depressionen ist auch der regelmäßige Austausch mit Menschen. Wer sich dagegen zurückzieht, zeigt eines der ersten Symptome der Depression und kann durch diese selbstgewählte Isolation nachfolgende depressive Symptome auslösen. Wichtig ist dabei ein kleiner, aber konstanter Kreis von Kontakten. Hilfreich ist, wenn die Bezugspersonen über die Erkrankung Bescheid wissen und die Depressionen als Krankheit akzeptieren.

4. Mit Sport vorbeugen

Sportliche Aktivitäten gehören weiterhin zur Prävention gegen die Depression. Dabei reicht ein regelmäßiges Spazierengehen schon völlig aus. Bei der Bewegung gilt allerdings, dass Übertreibungen vermieden werden sollten. Setzt man sich innerhalb der sportlichen Betätigung zur Prävention gegen die Depression zu hohe Ziele, folgen Enttäuschungen, die möglicherweise zurückwerfen können.

5. Bewusst Entspannungsphasen einlegen

Wer sich überfordert, riskiert einen Rückfall in die Depression. Wichtig ist es deshalb, sich ganz bewusst Ruhephasen zu setzen und diese auch einzuhalten. Es ist für Depressive wenig hilfreich, den Tag mit Terminen zu füllen und nicht für ausreichende Pausen und Entspannungsphasen zu sorgen.

6. Hobbies, Belohnungen, positive Aktivitäten

Hobbies sind ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Prävention. Man tut etwas, das einem Spaß macht und ist völlig auf diese Aktivität konzentriert. Das gilt auch für Belohnungen und positive Aktivitäten, denn allen gemeinsam ist, dass sie eine positive Stimmung verbreiten und damit von unangnehmen Gedanken und Grübeleien ablenken. Zudem ergibt sich bei der Ausübung ein sogenannten Flow, der für positive Stimmung sorgt.

7. Eigene Erfolge anerkennen

Selbstkritik ist ein wichtiges Wort geworden. Sogar dann, wenn Menschen von anderen Lob bekommen, winken sie häufig ab und behaupten, dass die gelobte Leistung doch völlig selbstverständlich war. Wichtig ist es aber, innerhalb der Prävention bei der Depression, dass eigene Leistungen und Erfolge auch wirklich anerkannt werden und sich auch ein Stück weit Stolz daraus ergibt.

8. Denkmuster unterbrechen

Negative Gedanken können sich schnell fixieren und es ergibt sich ein wahres Karussell an negativen Gedanken, das die Stimmung des Betroffenen nach unten zieht. Nicht grundlos werden depressiven Menschen eine Reihe von Strategien an die Hand gegeben, um die negativen Gedanken zu durchbrechen. Wichtig ist es, bereits in den Anfängen, wenn die negativen Gedanken spürbar sind, auf die Strategien zurück zu greifen und erst überhaupt nicht in das Stimmungstief zu fallen.

Angst vor einem Rückfall

Präventive Maßnahmen gegen die Depression sind sehr wichtig, um einen depressiven Schub möglichst gleich in den Anfängen aufzufangen. Sie können dabei helfen, dass die Stimmungslage nicht komplett abrutscht und der Betroffene sich erst wieder aus seinem Stimmungsloch herauskämpfen muss. Sollten Sie sich trotz präventiver Maßnahmen wieder einmal in einem solchen Loch befinden, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt aufzusuchen. Die gute Nachricht ist, Sie wissen jetzt, dass Sie Ihre Depressionen schon einmal überwunden haben, also schaffen Sie dies auch erneut.

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